Backpacking Rucksack Test

Gerade für lange Touren, die quer durch ein Land gehen und nicht selten Wochen oder gar Monate dauern, sollte man sich für einen Backpacking Rucksack entscheiden. In solch einem Rucksack kann man alles mitführen, was man für diese lange Reise benötigt. Gerade Weltenbummler müssen auf einen Rucksack zurückgreifen, der eine Reihe von Möglichkeiten bietet. Mit einem Backpacking Rucksack ist man gut bedient, denn dieser lässt sich leicht transportieren, ist robust und in vielen Dingen praktisch.

Vor- und Nachteile eines Backpacking Rucksacks

Vorteile

  • Bietet die Möglichkeit auch unwegsame Gelände und Regionen zu erkunden
  • Eignet sich für längere Touren
  • Verfügt über Schlaufen an der Außenseite, damit wichtige Dinge daran befestig werden können
  • Große Form
  • Viele Fächer
  • Abschließbare Fächer

Nachteile

  • Oftmals unübersichtlich, außer er lässt sich von vorne öffnen
  • Die verschiedenen Typen der Backpacking Rucksäcke

Man unterscheidet hier zwei Varianten

Trekkingrucksack

Hierbei handelt es sich um einen großvolumigen Outdoor-Rucksack, der meist schlank und ergonomisch geformt ist. In der Regel sind diese Modelle mit einem durchdachten Tragesystem ausgestattet.

Kofferrucksack

Diese Modelle sind weniger für lange Wanderungen geeignet, denn im Grunde sind sie ein Kompromiss zwischen einem Koffer und einem Rucksack. Sie lassen sich zwar wie ein Rucksack tragen, haben aber deutlich weniger Extras und Gurte zur Befestigung von Zubehör. Ein Kofferrucksack lässt sich durch einen umlaufenden Reißverschluss wie ein Koffer öffnen.

Worauf sollte man beim Kauf eines Backpacking Rucksack achten?

Das Volumen

Das Volumen sollte sich immer nach der angestrebten Reise richten. Die Regel besagt hier, je kleiner und leichter der Backpacking Rucksack ist, umso weniger Volumen hat er. Die Untergrenze beim Volumen sollte bei 40 Litern liegen. Für Männer raten Experten zu einem Volumen zwischen 65 und 80 Litern. Bei Frauen liegt das Volumen zwischen 50 und 65 Litern. Ist man nur als Camper unterwegs, dann sollte man sich für einen Backpacking Rucksack mit größerem Volumen entscheiden, denn man benötigt Platz für Zelt, Isomatte, Schlafsack und Gaskocher. Des Weiteren ist das Volumen auch von der Jahreszeit und vom Reiseziel abhängig, denn wenn man hauptsächlich Sommerkleidung mitnimmt, braucht man selbstverständlich auch weniger Volumen als bei Winterkleidung.

Das Geschlecht des Nutzers

Dies spielt nur eine Rolle, wenn es um die Größe des Backpacking Rucksacks geht. Die meisten Modelle sind Unisex und können sowohl von Frauen wie auch Männern genutzt werden. Bei den frauenspezifischen Modellen ist das Tragesystem mehr auf die weibliche Anatomie abgestimmt. Die Rückenlänge ist meist kürzer und die Tragegurte sind schmaler und stärker geschwungen. Der Hüftgurt zeichnet sich beim weiblichen Backpacking Rucksack durch stärker ab gewinkelte Hüftflossen aus.

Die Ausstattung

Das Hauptfach, welches oft auch als Packsack bezeichnet wird, ist meist durch einen Zwischenboden geteilt, sodass ein Haupt- und ein Bodenfach entsteht. Bei einigen Modellen kann man den Zwischenboden öffnen. Des Weiteren gibt es ein Deckelfach, welches mit Reißverschlüssen unterteilt ist. Außen gibt es am Backpacking Rucksack eine Reihe von Fächern und Schlaufen, an denen man diverse Utensilien befestigen oder verstauen kann. Gerade beim Kofferrucksack wird oft ein Daypack mitgeliefert, welches man als praktischen Wanderrucksack einsetzen kann. Bei einem Kofferrucksack muss man sehr oft auf Schlaufen und Gurte verzichten.

Die Rückenlänge

Backpacking Rucksäcke werden in verschiedenen Rückenlängen angeboten. Bei einigen Modellen lässt sich die Rückenlänge jedoch auch individuell anpassen. Die Rückenlängen lassen sich in drei Gruppen aufteilen

  • 40 – 49 cm – kurz
  • 50 – 57 cm – mittel
  • 58 – 69 cm – lang

Als Rückenlänge gilt der Abstand zwischen Oberkante des Schulterblattes und der Oberkante des Beckenknochens.

Das Tragesystem

Es besteht in der Regel aus profilierten Kunststoff- oder Aluminiumstreben und sorgt für eine Lastübertragung auf die Schulter- und Hüftgurte. Dadurch lässt sich der Backpacking Rucksack angenehm tragen. Die Hüft- und Schultergurte sollten zudem über Kompressions- oder Lastenkontrollriemen verfügen, denn damit lässt sich der Backpacking Rucksack eng an den Körper ziehen. Das Gewicht des gepackten Rucksacks sollte auf der Hüfte ruhen. Die Gurte sollten in jedem Fall ausreichend gepolstert sein.

Das richtige Packen des Backpacking Rucksacks

Damit der Tragekomfort beim Backpacking Rucksack nicht leidet, sollte man gerade beim Packen einiges beachten. Schwere Dinge sollten immer dicht am Rücken und hoch im Schulterbereich verstaut werden. Direkt am Rücken auf keinen Fall harte und kantige Dinge packen. Die Bekleidung hat den idealen Platz im mittleren Teil und weit außen. Im separaten Bodenfach findet der Schlafsack seinen besten Platz und in das Deckelfach kommt der Regenschutz und die Notfallausrüstung.

Der Testsieger

Beim Backpacking Rucksack Test wurde der Tatonka Yukon der Testsieger. Der Trekkingrucksack hat ein Volumen von 60 Litern, wiegt gerade mal 2,4 kg und besteht aus Polyester und Polyamid. Des Weiteren hat das Modell eine variable Rückenlänge, flexible Hüftflossen und bringt einen Regenschutz mit. Der Backpacking Rucksack ist robust, hochwertig verarbeitet und bietet eine übersichtliche Aufteilung der Fächer. Der Brustgurt verfügt über eine Signalpfeife. Es gibt eine Vorrichtung für ein Trinksystem sowie eine extra Halterung für den Wanderstock oder die Eisaxt.

Der Preis-Leistungs-Sieger

Zum Preis-Leistungs-Sieger wurde der Mountaintop Adventure gekürt. Der Trekkingrucksack hat ein Volumen von 75 Litern, wiegt gerade mal 1,9 kg und besteht aus Polyamid. Des Weiteren hat das Modell eine variable Rückenlänge, flexible Hüftflossen und bringt einen Regenschutz mit. Am Brustgurt des Backpacking Rucksacks gibt es eine Signalpfeife. Er hat eine übersichtliche Aufteilung der Fächer und reflektierende Details. Die Gurte und Riemen lassen sich sehr einfach bedienen.

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